Arzt -CME: COMT-Hemmung in der Parkinsontherapie – gestern, heute und in Zukunft

COMT-Hemmung in der Parkinsontherapie – gestern, heute und in Zukunft

Im Verlauf der Parkinson-Erkrankung benötigen nahezu alle Patienten die starke Wirksamkeit des L-Dopa zur Symptomkontrolle. Trotzdem kommt es in der Regel nach etwa fünf Jahren zum Auftreten von motorischen Wirkungsfluktuationen, welche durch nachlassende Medikamentenwirkung, „wearing off“ und L-Dopa-induzierte Dyskinesien gekennzeichnet sind. Die oftmals rasch wechselnde Wirkung der Medikamente, auch als ON- /OFF-Schwankungen bezeichnet, beeinträchtigen die Lebensqualität von Patienten mit Parkinson stark. Eine signifikante Reduktion der Fluktuationen kann in der Regel durch eine Optimierung aller zur Verfügung stehenden Medikamentenklassen, wie Dopaminagonisten, COMT-Inhibitoren und MAO-B-Inhibitoren, erreicht werden.
COMT-Hemmer erhöhen die Menge an verfügbarem Dopamin im Gehirn, indem sie den Dopaminabbau durch ein Enzym namens Catechol-O-Methyl-Transferase (COMT) hemmen. COMT-Hemmer werden immer zusammen mit einem L-Dopa-Präparat eingesetzt, im Gegensatz zu MAO-B-Hemmern sind sie allein nicht wirksam. In Kombination mit L-Dopa verlängern COMT-Hemmer die Wirkungsdauer von L-Dopa-Präparaten – die Parkinson-Beschwerden, wie motorische Fluktuationen oder Dyskinesien können so über einen längeren Zeitraum gelindert werden, ohne dass die Medikamentendosis des L-Dopa erhöht werden muss.
Aktuell stehen derzeit drei verschiedene Wirkstoffe als COMT-Hemmer in Tablettenform zur Verfügung: Entacapon, Tolcapon und Opicapon. Opicapon gehört zu den COMT-Hemmern der neuesten, der sog. dritten Generation. Während Entacapon und Tolcapon zu jeder L-Dopa-Gabe eingenommen werden müssen, wird Opicapon nur einmal täglich verabreicht.
Die CME-Fortbildung stellt die derzeitigen therapeutischen Möglichkeiten vor.
• Einsatz und Wirkung von L-Dopa im Verlauf der Parkinson-Erkrankung
• Behandlung von Wirkungsfluktuationen mit den COMT-Hemmern Entacapon, Tolcapon und Opicapon
• COMT-Hemmer der dritten Generation: Opicapon
• Eigenschaften von Opicapon als peripher wirkender selektiver COMT-Hemmer: hohe Bindungsaffinität, verlängerte COMT-Hemmung über24 Stunden hinaus ermöglicht eine nur einmal tägliche Anwendung, gute Verträglichkeit
• Praktische Erfahrungen und Fallbeispiele in der Umstellung von Entacapon/Tolcapon auf Opicapon
• Leitliniengerechte Therapie des Idiopathischen Parkinson-Syndroms in Abhängigkeit von Alter, Erkrankungsdauer und sozialer Situation
• Stufenweise und individuelle medikamentöse Eskalationstherapie im Spätstadium der Parkinsonkrankheit
Das idiopathische Parkinson-Syndrom ist eine neurodegenerative Erkrankung, die durch Bewegungsverlangsamung (Bradykinese), Rigor, Tremor und Haltungsinstabilität gekennzeichnet ist. Die Prävalenz liegt bei 100 bis 200 pro 100.000 Einwohnern. Bis heute steht keine kurative Therapie der Parkinson-Krankheit zur Verfügung. Therapeutische Ziele sind: 1. Verbesserung der Lebensqualität, 2. je nach Krankheitsphase die Besserung der motorischen, autonomen, kognitiven und psychiatrischen Symptome und 3. Vermeidung sekundärer internistischer und orthopädischer Komplikationen und Nebenwirkungen der dopaminergen Therapie.
Die CME-Videofortbildung setzt sich aus drei Vorträgen zusammen:
1. Praktische Erfahrungen mit COMT-Hemmern: Erfolgsrezepte und Fallstricke, Prof. Dr. Georg Ebersbach
2. COMT-Hemmer – gestern und heute, Prof. Dr. Heinz Reichmann
3. Individuelles Therapiemanagement, Dr. Michael Lorrain

Die CME-Videofortbildung setzt sich aus drei Vorträgen zusammen:


1. Praktische Erfahrungen mit COMT-Hemmern: Erfolgsrezepte und Fallstricke, Prof. Dr. Georg Ebersbach
2. COMT-Hemmer – gestern und heute, Prof. Dr. Heinz Reichmann
3. Individuelles Therapiemanagement, Dr. Michael Lorrain