CME Kurs · Zu viel oder zu wenig? Die adäquate Therapie für den Psoriasis Arthritis – Patienten

Zu viel oder zu wenig? Die adäquate Therapie für den Psoriasis Arthritis – Patienten

Das erste Ziel in der Therapie der PsA ist das Erreichen einer möglichst geringen Krankheitsaktivität bzw. eines Zustands der Remission in allen Domänen der PsA, um eine progressive Gelenkzerstörung zu verhindern und die Lebensqualität des Patienten wiederherzustellen bzw. zu erhalten. Die Behandlung der Psoriasis-Arthritis richtet sich dabei nach den Empfehlungen der Group for Research and Assessment of Psoriasis and Psoriatic Arthritis (GRAPPA) und der European League Against Rheumatism (EULAR).
Bisherige Therapieempfehlungen sehen bei leichteren Fällen und allenfalls geringer Gelenkbeteiligung anfangs meist nicht-steroidale Antiphlogistika oder auch Glukokortikoide vor. Sind mehrere Gelenke betroffen, so wird häufig der Einsatz von krankheitsmodifizierenden, antirheumatischen Medikamenten (DMARDs) wie Methotrexat oder Leflunomid, als Basistherapeutika, empfohlen. Zunehmend werden auch Therapiealgorithmen diskutiert, die sich noch stärker an einer zielgenauen Behandlung („treat-to-target“) ausrichten. Begleitend von engmaschigen Kontrollen wird hier eine frühere Therapieeskalation bei Nichterreichen einer Remission angestrebt. Biologika als First-Line-Therapie (ohne vorangehende Basistherapeutika) können dann eingesetzt werden, wenn eine Daktylitis oder Enthesitis bzw. eine axiale Beteiligung vorliegen, die nur unzureichend auf NSAR oder Glukokortikoid-Injektionen angesprochen haben. Der PDE4-Inhibitor Apremilast zeigt in klinischen Studien bei PsA-Patienten eine gute Wirksamkeit auf verschiedene PsA-Manifestationen wie druckschmerzhafte, geschwollene Gelenke, Enthesitis und Hautbeteiligung. Zur Bestimmung des Therapieerfolges bei der Behandlung der PsA ist unter anderem der Minimal ­Disease-Activity-(MDA)-Score gut geeignet.
Ergänzend zur medikamentösen Behandlung können Therapieformen wie Physiotherapie, Massagen, Wärme-/ Kältebehandlungen, Elektrotherapie, Licht- und Balneobehandlungen, Linderung verschaffen. Insgesamt ist eine patientenindividuelle Behandlung anzustreben, unter Berücksichtigung von Co-Morbidität, Lebensqualität und subjektivem Krankheitsgefühl.
Themen: Aktuelle Versorgungssituation bei der Psoriasis Arthritis anhand der Kerndokumentation des DRFZ; Einsatz von csDMARDs, Glukokortikoiden, Biologika; Besonderheiten in Diagnostik und Therapie der Oligo- und Polyarthritis; Diskussion einer patientenindividuellen Therapie anhand von Therapiezielen und Scores: Remission, Niedrige Krankheitsaktivität, Minimale Krankheitsaktivität (MDA); Therapiemanagement nach EULAR- und GRAPPA-Empfehlungen; Hinderungsgründe für eine adäquate Therapie; Aktuelle Studiendaten zur Wirksamkeit und Sicherheit des PDE4-Inhibitors Apremilast.

Die Fortbildung setzt sich aus drei Vorträgen zusammen





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