CME Kurs · Lebererkrankungen und ihre Folgen in der internistischen Praxis


Lebererkrankungen und ihre Folgen in der internistischen Praxis

Fettleberpatienten leiden nicht nur am zunehmend häufigeren metabolischen Syndrom wie Typ-2-Diabetes oder eine Dyslipidämie, sondern auch an einer noch viel zu wenig beachteten Folge, der sogenannten „NASH“, der nichtalkoholischen Steatohepatitis. Daten in Deutschland zeigen, dass bis zu 55% der Adipositas-Patienten eine derartige Fettlebererkrankung aufweisen. Etwa zehn bis 30 Prozent der NASH-Patienten entwickeln wiederum eine Leberzirrhose mit den Komplikationen der Hepatischen Enzephalopathie.

Die Hepatische Enzephalopathie (HE) ist eine ernsthafte Komplikation bei Lebererkrankungen und gilt als wichtiger Hinweis auf eine zugrundeliegende Lebererkrankung. Das Auftreten einer Hepatischen Enzephalopathie, einer metabolisch bedingten Funktionsstörung des Zentralnervensystems, erhöht das Mortalitätsrisiko bei Leberzirrhose um bis zu 85%. Durch eine gestörte Entgiftungsleistung der Leber kommt es zu erhöhten Blutammoniak-Konzentrationen, einer vermehrten Akkumulation von Ammoniak im Gehirn und in der Folge zur Störung des Stoffwechsels und der Funktionen des Gehirns. Eine solche Beeinträchtigung der Hirnfunktion zeigt sich bereits im Frühstadium in Effekten auf Verhalten, Motorik und Kognition.

Die Frühdiagnose der HE ist für den weiteren Krankheitsverlauf von großer Bedeutung.

Ein zentraler Ansatzpunkt der HE-Therapie ist die Reduktion des Blutammoniakspiegels. Als evidenzbasierte Therapie kommt hier neben Laktulose vor allem L-Ornithin-L-Aspartat (LOLA) zum Einsatz. L-Ornithin-L-Aspartat stimuliert die körpereigene Ammoniakentgiftung über Aktivierung der Harnstoff- und Glutaminsynthese und kann so den Blutammoniakspiegel und die HE-Symptomatik bei latenter und manifester HE verbessern.

Der Ernährung kommt bei Lebererkrankungen eine bedeutende Rolle zu. Um die zugrundeliegende Erkrankung, das metabolische Syndrom oder Adipositas in den Griff zu bekommen, ist eine kontinuierliche und dauerhafte Gewichtsreduktion nötig – allerdings ohne Fastenkuren oder streng kalorienarme Diäten, da diese die Lebererkrankung verschlechtern können.


Das Modul informiert in drei Teilen über aktuelle Aspekte zu Diagnostik und Therapie sowie zur Prävention von Lebererkrankungen:


  • 1. Fettleber und metabolisches Syndrom (Prof. Dr. med. Ali Canbay, Magdeburg)
  • 2. Komplikationen der Leberzirrhose – Im Fokus die Hepatische Enzephalopathie (PD Dr. med. Anton Gillessen, Münster)
  • 3. Ernährung bei Lebererkrankungen (Prof. Dr. med. Johann Ockenga, Bremen)


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Fettleberpatienten leiden nicht nur am zunehmend häufigeren metabolischen Syndrom wie Typ-2-Diabetes oder eine Dyslipidämie, sondern auch an einer noch viel zu wenig beachteten Folge, der sogenannten „NASH“, der nichtalkoholischen Steatohepatitis. Daten in Deutschland zeigen, dass bis zu 55% der Adipositas-Patienten eine derartige Fettlebererkrankung aufweisen. Etwa zehn bis 30 Prozent der NASH-Patienten entwickeln wiederum eine Leberzirrhose mit den Komplikationen der Hepatischen Enzephalopathie.

Die Hepatische Enzephalopathie (HE) ist eine ernsthafte Komplikation bei Lebererkrankungen und gilt als wichtiger Hinweis auf eine zugrundeliegende Lebererkrankung. Das Auftreten einer Hepatischen Enzephalopathie, einer metabolisch bedingten Funktionsstörung des Zentralnervensystems, erhöht das Mortalitätsrisiko bei Leberzirrhose um bis zu 85%. Durch eine gestörte Entgiftungsleistung der Leber kommt es zu erhöhten Blutammoniak-Konzentrationen, einer vermehrten Akkumulation von Ammoniak im Gehirn und in der Folge zur Störung des Stoffwechsels und der Funktionen des Gehirns. Eine solche Beeinträchtigung der Hirnfunktion zeigt sich bereits im Frühstadium in Effekten auf Verhalten, Motorik und Kognition.

Die Frühdiagnose der HE ist für den weiteren Krankheitsverlauf von großer Bedeutung.

Ein zentraler Ansatzpunkt der HE-Therapie ist die Reduktion des Blutammoniakspiegels. Als evidenzbasierte Therapie kommt hier neben Laktulose vor allem L-Ornithin-L-Aspartat (LOLA) zum Einsatz. L-Ornithin-L-Aspartat stimuliert die körpereigene Ammoniakentgiftung über Aktivierung der Harnstoff- und Glutaminsynthese und kann so den Blutammoniakspiegel und die HE-Symptomatik bei latenter und manifester HE verbessern.

Der Ernährung kommt bei Lebererkrankungen eine bedeutende Rolle zu. Um die zugrundeliegende Erkrankung, das metabolische Syndrom oder Adipositas in den Griff zu bekommen, ist eine kontinuierliche und dauerhafte Gewichtsreduktion nötig – allerdings ohne Fastenkuren oder streng kalorienarme Diäten, da diese die Lebererkrankung verschlechtern können.


Das Modul informiert in drei Teilen über aktuelle Aspekte zu Diagnostik und Therapie sowie zur Prävention von Lebererkrankungen:


  • 1. Fettleber und metabolisches Syndrom (Prof. Dr. med. Ali Canbay, Magdeburg)
  • 2. Komplikationen der Leberzirrhose – Im Fokus die Hepatische Enzephalopathie (PD Dr. med. Anton Gillessen, Münster)
  • 3. Ernährung bei Lebererkrankungen (Prof. Dr. med. Johann Ockenga, Bremen)






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Fettleberpatienten leiden nicht nur am zunehmend häufigeren metabolischen Syndrom wie Typ-2-Diabetes oder eine Dyslipidämie, sondern auch an einer noch viel zu wenig beachteten Folge, der sogenannten „NASH“, der nichtalkoholischen Steatohepatitis. Daten in Deutschland zeigen, dass bis zu 55% der Adipositas-Patienten eine derartige Fettlebererkrankung aufweisen. Etwa zehn bis 30 Prozent der NASH-Patienten entwickeln wiederum eine Leberzirrhose mit den Komplikationen der Hepatischen Enzephalopathie.

Die Hepatische Enzephalopathie (HE) ist eine ernsthafte Komplikation bei Lebererkrankungen und gilt als wichtiger Hinweis auf eine zugrundeliegende Lebererkrankung. Das Auftreten einer Hepatischen Enzephalopathie, einer metabolisch bedingten Funktionsstörung des Zentralnervensystems, erhöht das Mortalitätsrisiko bei Leberzirrhose um bis zu 85%. Durch eine gestörte Entgiftungsleistung der Leber kommt es zu erhöhten Blutammoniak-Konzentrationen, einer vermehrten Akkumulation von Ammoniak im Gehirn und in der Folge zur Störung des Stoffwechsels und der Funktionen des Gehirns. Eine solche Beeinträchtigung der Hirnfunktion zeigt sich bereits im Frühstadium in Effekten auf Verhalten, Motorik und Kognition.

Die Frühdiagnose der HE ist für den weiteren Krankheitsverlauf von großer Bedeutung.

Ein zentraler Ansatzpunkt der HE-Therapie ist die Reduktion des Blutammoniakspiegels. Als evidenzbasierte Therapie kommt hier neben Laktulose vor allem L-Ornithin-L-Aspartat (LOLA) zum Einsatz. L-Ornithin-L-Aspartat stimuliert die körpereigene Ammoniakentgiftung über Aktivierung der Harnstoff- und Glutaminsynthese und kann so den Blutammoniakspiegel und die HE-Symptomatik bei latenter und manifester HE verbessern.

Der Ernährung kommt bei Lebererkrankungen eine bedeutende Rolle zu. Um die zugrundeliegende Erkrankung, das metabolische Syndrom oder Adipositas in den Griff zu bekommen, ist eine kontinuierliche und dauerhafte Gewichtsreduktion nötig – allerdings ohne Fastenkuren oder streng kalorienarme Diäten, da diese die Lebererkrankung verschlechtern können.


Das Modul informiert in drei Teilen über aktuelle Aspekte zu Diagnostik und Therapie sowie zur Prävention von Lebererkrankungen:


  • 1. Fettleber und metabolisches Syndrom (Prof. Dr. med. Ali Canbay, Magdeburg)
  • 2. Komplikationen der Leberzirrhose – Im Fokus die Hepatische Enzephalopathie (PD Dr. med. Anton Gillessen, Münster)
  • 3. Ernährung bei Lebererkrankungen (Prof. Dr. med. Johann Ockenga, Bremen)