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CME Kurs | Aufmerksamkeitsstörung (ADHS) im Erwachsenenalter – Teil 1 Diagnostik



Aufmerksamkeitsstörung (ADHS) im Erwachsenenalter – Teil 1 Diagnostik

Live-Termin: 09.10.2018, 19.00 bis 20.30 Uhr


Zweiteilige Fortbildung zur Diagnostik, Psychotherapie und Pharmakotherapie der Aufmerksamkeitsstörung im Erwachsenenalter.
Etwa 30 – 50% der von einer ADHS betroffenen Kinder zeigen auch im Erwachsenenalter deutliche Symptome, die sie in ihrer Lebensgestaltung erheblich beeinträchtigen.

Bis in die 90er Jahre war man der Meinung, dass ADHS bis zum Übergang ins Erwachsenenalter remittiert. Inzwischen ist jedoch erwiesen, dass etwa 30 – 50% der von einer ADHS betroffenen Kinder später im Erwachsenenalter deutliche Symptome zeigen, die sie in ihrer Lebensgestaltung erheblich beeinträchtigen. Da die Kernsymptomatik (Aufmerksamkeitsstörung, Hyperaktivität, Impulsivität) im Erwachsenenalter häufig nicht mehr im Vordergrund steht, sondern Desorganisation, Affektlabilität und –kontrolle sowie Stimmungsschwankungen wird die Diagnose häufig nicht gestellt, sondern andere Störungsbilder vermutet. Wegen der Überlappung der Symptomatik stellt die diagnostische Differenzierung eine Herausforderung dar. Wird die ADHS jedoch übersehen, so ist trotz leitlinengerechter Behandlung bei komorbiden substanzgebundenen Abhängigkeiten, Angst-störungen, Depression etc. das Ergebnis nicht zufriedenstellend und die Prognose ungünstig.

Teil 1:
Diagnostik unter besonderer Berücksichtigung der komorbiden Störungen: Screening bei jedem Patienten in der psychiatrischen Praxis/Klinik; Vertiefte standardisierte Diagnostik unter Berücksichtigung der aktuellen S3-Leitlinien; Differentialdiagnostik.

Im Gegensatz zur Prävalenz von 2-4% im Erwachsenenalter wird die Aufmerksamkeitsstörung in der psychiatrischen Praxis und Klinik selten diagnostiziert. Aktuelle Veröffentlichungen (u.a. aus der Klinik des gegenwärtigen DGPPN-Präsidenten) zeigen jedoch wie hoch der Anteil von komorbiden ADHS-Störungen in Kliniken der Regelversorgung ist: ADHS 12- Monatsprävalenz in der erwähnten Studie bei 59% und in schwerer Ausprägung bei 33.1%. Während umgekehrt bei 85% der ADHS-betroffenen Patienten eine, bei mehr als 60% multiple komorbide psychische Störungen vorliegen.

Mit diesem Webinar wollen wir Sie in die Lage versetzen, alle ihre Patienten auf ADHS zu screenen, als auch die ADHS-Diagnose valide unter Einbezug von Fremdeinschätzung und Kindheitssituation zu stellen. Dabei werden wir ausführlich auf die differentialdiagnostischen Überlegungen im Sinne der Erfassung und Abgrenzung komorbider Störungen eingehen.

S3-Leitlinie “Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) im Kindes-, Jugend- und Erwachsenenalter“:
Link www.awmf.org/leitlinien/detail/ll/028-045.html

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