Arzt -CME: Parkinson-Syndrom (IPS) – Adhärenz und Arzt-Patienten-Kommunikation

Parkinson-Syndrom (IPS) – Adhärenz und Arzt-Patienten-Kommunikation

Etwa jeder dritte Erwachsene mit Epilepsie oder Parkinson in Deutschland ist nachlässig mit seiner Medikamenteneinnahme. Das Ausmaß und die Genauigkeit, mit der ein Patient Ratschläge und Empfehlungen seines Arztes befolgt, werden in der Fachsprache als Therapietreue, Adhärenz oder Compliance bezeichnet. Insbesondere bei Epilepsie ist die medikamentöse Adhärenz von großer Bedeutung, da mangelnde Therapietreue vermehrt zu schweren Anfällen, Klinikeinweisungen und damit auch zu hohen Kosten im Gesundheitswesen führt.

Bei Epilepsiekranken mit schlechter Therapieadhärenz ist die Sterblichkeit rund dreifach höher als bei Patienten mit guter Compliance. Auf der anderen Seite fällt es Patienten oft schwer, lebenslang Medikamente mit teilweise erheblichen Nebenwirkungen einzunehmen.Es ist daher von großer Bedeutung, die genauen Gründe für Adhärenz oder Non-Adhärenz zu kennen.

Das idiopathische Parkinson-Syndrom ist eine neurodegenerative, chronisch fortschreitende Krankheit, die sich durch einen massiven Verlust des Neurotransmitters Dopamin kennzeichnet, der durch den Abbau bestimmter Neuronen im Gehirn verursacht wird. Laut der European Parkinson’s Disease Association leiden derzeit schätzungsweise 260 000 Menschen in Deutschland an der Parkinson-Krankheit.

Eine Langzeittherapie ist bei Parkinson unabänderlich. Betroffene Patienten fühlen sich nach der Diagnose häufig stigmatisiert und alleingelassen, im späteren Stadium kommen oft Depressionen oder Demenz erschwerend hinzu. Für einen langfristigen Behandlungserfolg ist daher der Grad der Adhärenz entscheidend. Eine wichtige Voraussetzung dafür ist eine vertrauensvolle Zusammenarbeit sowie gegenseitiger Respekt zwischen Arzt und Patient.